Der VfB Lübeck gehört zu den traditionsreichen Fußballvereinen Schleswig-Holsteins und ist eng mit der Hansestadt Lübeck verbunden. Seine Geschichte reicht bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zurück und ist eng mit mehreren Vorgängervereinen, gesellschaftlichen Veränderungen und dem Stadion an der Lohmühle verbunden. Heute steht der Verein vor allem für regionalen Fußball, eine ausgeprägte Vereinskultur und eine starke Verbindung zwischen Mannschaft, Nachwuchs und Fans.
Die Wurzeln des VfB Lübeck reichen bis zum Ballspielverein Vorwärts Lübeck zurück, dessen Gründung auf den August 1919 datiert wird. Der heutige Verein entstand schließlich am 20. September 1945 aus der Vereinigung von Vorgängervereinen. Der VfB selbst weist darauf hin, dass seine historische Entwicklung teilweise widersprüchlich überliefert wurde und deshalb zwischen Vereinsgründung, Vorgängervereinen und rechtlicher Nachfolge unterschieden werden muss.
Ein besonders wichtiger Bestandteil der Vereinsidentität ist die Lohmühle. Das Stadion ist seit Jahrzehnten die Heimat des Lübecker Fußballs und wurde über viele Generationen hinweg immer wieder modernisiert. Dadurch ist der VfB Lübeck nicht nur mit einer Mannschaft, sondern auch mit einem konkreten Ort verbunden, an dem sich sportliche Erfolge, Rückschläge und emotionale Fanerlebnisse gesammelt haben.
Die Geschichte des VfB Lübeck
Die Wurzeln im Jahr 1919
Die Geschichte des VfB Lübeck beginnt nicht mit einer einzigen Vereinsgründung, sondern mit mehreren Entwicklungen. Der Ballspielverein Vorwärts Lübeck entstand aus einer Gruppe junger Fußballer aus dem Stadtteil St. Lorenz. Nach Angaben des Vereins wurde der BSV Vorwärts am ehesten am 28. August 1919 gegründet. Die häufig an anderer Stelle genannte Datierung auf den 1. April 1919 wird vom Verein historisch als wahrscheinlich nicht korrekt eingeordnet.
Ein zweiter wichtiger Vorgänger war die Sportvereinigung Polizei Lübeck, die am 24. August 1921 gegründet wurde. Beide Vereinsgeschichten wurden später Teil der Entwicklung, aus der der heutige VfB hervorging.
Diese historische Entwicklung erklärt auch, warum das Gründungsjahr des Vereins häufig mit 1919 angegeben wird, während die eigentliche Gründung des heutigen VfB nach dem Zweiten Weltkrieg stattfand.
Die Gründung des heutigen Vereins
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren Sportvereine zunächst unter der britischen Besatzung verboten. In Lübeck begannen frühere Mitglieder des BSV Vorwärts und der Sportgemeinschaft Ordnungspolizei mit den Bemühungen, wieder einen Sportverein aufzubauen.
Am 20. September 1945 wurde der heutige VfB Lübeck gegründet. Nach Angaben des Vereins beteiligten sich jeweils sieben Mitglieder der beiden Vorgängervereine an der Gründung. Die Namensidee „Verein für Bewegungsspiele“ wird Karl Wenzel zugeschrieben.
Damit begann die Geschichte des VfB in seiner heutigen Form. Die Verbindung zu den Vorgängervereinen blieb jedoch Bestandteil der Vereinsidentität.
Der VfB Lübeck und die Lohmühle
Ein Stadion mit langer Geschichte
Die Lohmühle ist weit mehr als eine gewöhnliche Spielstätte. Der Sportplatz wurde am 12. Mai 1929 vom ATSV Lübeck eröffnet. Ursprünglich handelte es sich um eine einfache Sportanlage mit Rasenfläche und Leichtathletikeinrichtungen. Tribünen gab es zunächst nicht.
In den folgenden Jahrzehnten wurde das Gelände schrittweise erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Lohmühle immer stärker zur Heimat des Lübecker Spitzenfußballs.
Der VfB Lübeck übernahm im Laufe der Nachkriegszeit zunehmend Verantwortung für die Anlage. In den 1950er-Jahren wurde unter anderem die Laufbahn entfernt und die Zuschauerbereiche ausgebaut. Nach damaligen Maßstäben konnte das Stadion zeitweise bis zu 22.000 Zuschauer aufnehmen.
Der Ausbau für die 2. Bundesliga
Ein wichtiger Wendepunkt kam Mitte der 1990er-Jahre. Der VfB Lübeck stieg 1995 erstmals in seiner Geschichte in die 2. Bundesliga auf. Der Erfolg wurde am 3. Juni 1995 mit einem 6:0 gegen TuS Hoisdorf perfekt gemacht. Weil das Spiel aus Sicherheitsgründen nicht in Lübeck ausgetragen wurde, reisten rund 8.000 Lübecker Fans nach Kiel.
Der Aufstieg brachte neue Anforderungen an die Lohmühle mit sich. Zäune, Fluchtwege und Wellenbrecher mussten angepasst werden. Besonders wichtig war der Bau der heutigen Sparkassen-Tribüne, die 1996 eröffnet wurde. Dadurch wurde das Stadion deutlich modernisiert, während die Kapazität gleichzeitig auf 17.869 Plätze sank.
Die Atmosphäre an der Lohmühle
Was bedeutet Lohmühlenfußball?
Beim VfB Lübeck ist der Begriff „Lohmühlenfußball“ mehr als eine Bezeichnung für Heimspiele. Der Verein beschreibt ihn als Verbindung aus Spielstil, Stadionatmosphäre, Publikum und historischer Entwicklung.
Die besondere Atmosphäre entstand bereits in den Nachkriegsjahrzehnten. Damals war die Lohmühle noch deutlich weniger ausgebaut als heute. Bei Spielen mit mehreren tausend Zuschauern standen die Fans teilweise unmittelbar am Spielfeldrand. Nach Vereinsangaben wurden damals regelmäßig Besucherzahlen zwischen 8.000 und 14.000 erreicht.
Diese historische Nähe zwischen Zuschauern und Spielfeld hat die Vorstellung vom typischen Lübecker Heimspiel geprägt. Auch moderne Tribünen und Sicherheitsanforderungen haben daran wenig geändert: Die Lohmühle gilt weiterhin als wichtiger Bestandteil der Identität des Vereins.
Flutlicht als Teil der Heimspielkultur
Im Jahr 2000 wurde eine moderne Flutlichtanlage mit einer Leistung von 800 Lux installiert. Damit konnten Fernsehübertragungen und reguläre Abendspiele unter zeitgemäßen Bedingungen stattfinden.
Flutlichtspiele entwickelten sich zu einem besonderen Bestandteil der Heimspielkultur. Für Fans gehören Abendspiele an der Lohmühle deshalb zu den atmosphärisch besonders interessanten Terminen im Kalender.
Sportliche Höhepunkte des VfB Lübeck
Der Aufstieg in die 2. Bundesliga
Der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga 1995 zählt zu den größten sportlichen Erfolgen des VfB Lübeck. Die Mannschaft spielte eine starke Rückrunde und gewann 13 der 17 Rückrundenspiele. Am letzten Spieltag wurde der Aufstieg mit dem deutlichen Erfolg gegen TuS Hoisdorf gesichert.
Der Erfolg hatte für den Verein eine enorme Bedeutung. Nicht nur sportlich wurde eine neue Ebene erreicht, auch die Infrastruktur musste sich den Anforderungen des Profifußballs anpassen.
Die Lohmühle wurde entsprechend umgebaut, und Lübeck erhielt die Möglichkeit, sich auf größerer Bühne zu präsentieren.
Der DFB-Pokal und besondere Spiele
Auch im DFB-Pokal und seinen historischen Vorgängerwettbewerben konnte der Lübecker Fußball immer wieder besondere Momente erleben. Bereits der Polizei-SV erreichte 1936 nach einem Sieg gegen Holstein Kiel die zweite Runde des damaligen Tschammer-Pokals, wo gegen Hertha BSC mit 1:3 das Aus folgte.
Solche Begegnungen gehören zur langen Vorgeschichte des heutigen Vereins und zeigen, dass überregional beachtete Spiele in Lübeck eine lange Tradition besitzen.
Vereinsfarben und Identität
Grün und Weiß
Die Vereinsfarben des VfB Lübeck sind Grün und Weiß. Sie prägen Trikots, Vereinswappen, Fanartikel und die visuelle Identität des Klubs.
Für einen Traditionsverein sind solche Symbole mehr als reine Gestaltungselemente. Sie schaffen Wiedererkennbarkeit und verbinden verschiedene Generationen. Ein Fan, der heute die Mannschaft unterstützt, kann dieselben Vereinsfarben wiedererkennen, die bereits frühere Generationen begleitet haben.
Das Vereinswappen
Auch das Wappen hat sich im Laufe der Vereinsgeschichte verändert. Der Verein weist darauf hin, dass das heutige Logo seit Ende der 1990er-Jahre besteht.
Die Entwicklung des Wappens spiegelt damit einen Teil der Vereinsgeschichte wider, während die grundlegende Verbindung zu Lübeck und den grün-weißen Vereinsfarben erhalten geblieben ist.
Der VfB Lübeck als Ausbildungsverein
Nachwuchsarbeit als strategische Grundlage
Neben der ersten Mannschaft spielt die Nachwuchsarbeit eine wichtige Rolle. Für einen regional verwurzelten Verein ist die Ausbildung junger Fußballer ein zentraler Bestandteil der langfristigen sportlichen Planung.
In der Saison 2026/27 verfügt der VfB Lübeck über eine umfangreiche Nachwuchsstruktur. Der Verein führt unter anderem U21, U19, U17, U15, U14, U13 und U12 sowie weitere Nachwuchsmannschaften und Talentbereiche.
Die Organisation umfasst dabei nicht nur Trainer, sondern auch sportliche Leitung, Scouting, Athletik, Physiotherapie, Trainerentwicklung und weitere Aufgabenbereiche.
Entwicklung statt kurzfristiger Erfolg
Eine funktionierende Nachwuchsarbeit soll nicht allein kurzfristige Ergebnisse liefern. Entscheidend ist, jungen Spielern eine sportliche Entwicklung zu ermöglichen und sie schrittweise an höhere Anforderungen heranzuführen.
Die Struktur des Vereins zeigt, dass diese Aufgabe systematisch organisiert wird. Mit einem Sportdirektor Nachwuchs, einem technischen Leiter, einem Talent-Team und spezialisierten Bereichen existiert eine klare Aufteilung der Verantwortlichkeiten.
Die Trainingsbedingungen beim VfB Lübeck
Trainingsplätze an der Lohmühle
Die Lohmühle ist nicht nur Spielstätte. In unmittelbarer Umgebung befinden sich mehrere Trainingsplätze. Die Fußballschule des Vereins weist auf drei Naturrasenplätze und einen Kunstrasenplatz hin.
Damit können unterschiedliche Mannschaften und Altersklassen parallel trainieren. Für einen Verein mit einer umfangreichen Nachwuchsabteilung ist eine solche Infrastruktur besonders wertvoll.
Fußballschule und Nachwuchsangebote
Die Fußballschule des VfB Lübeck bietet bereits seit 2009 Fußballcamps an der Lohmühle an. Das Angebot wurde später auf Oster- und Herbstferien erweitert. Seit 2016 sind die Camps unter dem Dach der Fußballschule organisiert.
Solche Angebote verbinden den Verein mit Kindern und Jugendlichen, die nicht zwangsläufig bereits Mitglied einer Nachwuchsmannschaft sein müssen. Gleichzeitig entsteht dadurch eine frühe Verbindung zwischen jungen Fußballern und dem Verein.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Lohmühle
Ein vereinseigenes Stadion als Besonderheit
Die Lohmühle gehört zu den wenigen vereinseigenen Stadien in Schleswig-Holstein. Der Verein hat über viele Jahrzehnte hinweg selbst in die Anlage investiert.
Diese Eigentums- beziehungsweise Nutzungsstruktur ist sportlich und wirtschaftlich von Bedeutung. Ein eigenes Stadion bietet Möglichkeiten für Einnahmen aus Spieltagen, Sponsoring, Veranstaltungen und weiteren Aktivitäten.
Gleichzeitig bringt eine eigene Sportstätte hohe laufende Kosten und Investitionspflichten mit sich. Wartung, Sicherheitsmaßnahmen, Modernisierung und behördliche Anforderungen müssen dauerhaft berücksichtigt werden.
Die Stadionbesitzgesellschaft
Im Dezember 2011 gründete der VfB Lübeck eine Stadionbesitzgesellschaft, deren Zweck unter anderem das Halten und Verwalten des Erbbaurechts und des Stadions Lohmühle war. Damit sollte die wirtschaftliche Struktur rund um die Spielstätte weiterentwickelt werden.
Diese Entwicklung zeigt, dass die Lohmühle nicht nur emotional, sondern auch finanziell eine zentrale Rolle für den Verein spielt.
Die Geschichte der Stadionnamen
Von der Lohmühle zum Sponsoring und zurück
Der Name Lohmühle besitzt eine lange Tradition. Zwischen Dezember 2011 und dem Ende der Saison 2012/13 trug das Stadion aufgrund eines Sponsoringvertrags offiziell den Namen „PokerStars.de-Stadion an der Lohmühle“. Nach Ablauf des Vertrags kehrte die traditionelle Bezeichnung zurück.
Für die Saison 2020/21 wurde das Stadion vorübergehend als „Dietmar-Scholze-Stadion an der Lohmühle“ bezeichnet. Seit der Saison 2021/22 trägt es wieder den Namen Stadion an der Lohmühle.
Für viele Anhänger bleibt jedoch die kurze Bezeichnung „Lohmühle“ die vertrauteste Variante.
Der VfB Lübeck und seine Fans
Die Bedeutung der Anhängerschaft
Ein Traditionsverein lebt nicht allein von sportlichen Ergebnissen. Die Fans tragen einen wichtigen Teil der Vereinsidentität. Bei Spielen an der Lohmühle entsteht eine Atmosphäre, die aus Vereinsgeschichte, Stadion und gemeinsamer Unterstützung entsteht.
Besonders deutlich wurde diese Verbindung beim Aufstieg 1995. Rund 8.000 Fans begleiteten die Mannschaft zum entscheidenden Spiel nach Kiel.
Eine solche Unterstützung zeigt, welchen Stellenwert der Verein für seine Anhänger besitzt. Fußball wird dadurch zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis, das weit über die 90 Minuten auf dem Spielfeld hinausgeht.
Der VfB Lübeck im regionalen Fußball
Bedeutung für Schleswig-Holstein
Der VfB Lübeck ist fest im Fußball von Schleswig-Holstein verankert. Die lange Geschichte, die Rivalitäten und die Bedeutung der Lohmühle machen den Verein zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Fußballkultur.
Dabei reicht die Wirkung des Vereins über die erste Mannschaft hinaus. Nachwuchsarbeit, Fußballschule, Vereinsveranstaltungen und die Nutzung der Lohmühle verbinden verschiedene Generationen.
Die Verbindung zur Stadt Lübeck
Die Geschichte des Vereins ist untrennbar mit der Hansestadt verbunden. Der Name Lübeck ist Bestandteil des Vereinsnamens und der Standort Lohmühle liegt mitten in der Stadt.
Dadurch ist der VfB Lübeck nicht nur ein Sportverein, sondern auch ein Teil der regionalen Identität. Die Verbindung zeigt sich bei Heimspielen, in der Nachwuchsarbeit und bei der öffentlichen Wahrnehmung des Klubs.
Aktuelle Vereinsstruktur
Verantwortlichkeiten im Nachwuchsbereich
Für die Saison 2026/27 weist der Verein eine klar strukturierte Nachwuchsorganisation aus. Jonas Toboll wird als Sportdirektor Nachwuchs geführt, Dominik Toschka als technischer Leiter und Christoph Oelschlägel als administrativer Leiter. Für das Talent-Team ist Jerôme Arps verantwortlich.
Die Aufteilung zeigt, dass moderne Vereinsarbeit weit über den Cheftrainer einer Mannschaft hinausgeht. Sportliche Entwicklung, Scouting, Organisation, Athletik und Betreuung sind eigenständige Aufgabenfelder.
Professionalisierung im Hintergrund
Auch bei einem traditionsreichen Verein wie dem VfB Lübeck entscheidet nicht allein die Leistung auf dem Platz über die langfristige Entwicklung. Professionelle Strukturen im Nachwuchs, bei Infrastruktur und Organisation schaffen die Voraussetzungen dafür, dass sportliche Ziele dauerhaft verfolgt werden können.
Gerade für einen regional verwurzelten Verein ist diese Kombination aus Tradition und moderner Organisation entscheidend.
FAQ zum VfB Lübeck
Wann wurde der VfB Lübeck gegründet?
Der heutige VfB Lübeck wurde am 20. September 1945 gegründet. Seine Vereinsgeschichte führt der Klub jedoch auf den BSV Vorwärts Lübeck von 1919 und die Sportvereinigung Polizei Lübeck zurück. Deshalb wird 1919 als historisches Gründungsjahr der Vereinswurzeln geführt.
Wo spielt der VfB Lübeck?
Der VfB Lübeck trägt seine Heimspiele im Stadion an der Lohmühle aus. Die traditionsreiche Spielstätte befindet sich an der Lohmühle in Lübeck.
Wie heißt das Stadion des VfB Lübeck?
Das Stadion heißt offiziell Stadion an der Lohmühle. Unter Fans ist vor allem die Kurzbezeichnung „Lohmühle“ üblich.
Welche Farben hat der VfB Lübeck?
Die Vereinsfarben des VfB Lübeck sind Grün und Weiß. Sie prägen die traditionelle Identität des Vereins.
Wann stieg der VfB Lübeck erstmals in die 2. Bundesliga auf?
Der erste Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang 1995. Am 3. Juni 1995 machte die Mannschaft den Aufstieg mit einem 6:0 gegen TuS Hoisdorf perfekt.
Was bedeutet Lohmühlenfußball?
„Lohmühlenfußball“ bezeichnet beim VfB Lübeck eine Verbindung aus Spielstil, Stadionatmosphäre, Publikum und historischer Entwicklung des Vereins. Der Begriff ist eng mit der Lohmühle und ihrer besonderen Fußballkultur verbunden.
Hat der VfB Lübeck eine Nachwuchsabteilung?
Ja. Der Verein verfügt über eine umfangreiche Nachwuchsstruktur mit mehreren Altersklassen sowie einem Talent-Team und spezialisierten Bereichen für Scouting, Athletik und Trainerentwicklung.
Seit wann gibt es die Lohmühle?
Der Sportplatz an der Stelle des heutigen Stadions wurde am 12. Mai 1929 eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage mehrfach erweitert und modernisiert.
Wie viele Zuschauer passen in die Lohmühle?
Die Kapazität wurde über die Jahrzehnte mehrfach verändert. Nach aktuellen Bau- und Sicherheitsmaßnahmen sowie wegen Sichtbehinderungen können derzeit ungefähr 11.000 Plätze genutzt werden.
Warum ist die Lohmühle für den VfB Lübeck so wichtig?
Die Lohmühle ist seit Jahrzehnten die Heimstätte des Vereins und ein zentraler Bestandteil seiner sportlichen und kulturellen Identität. Hier wurden wichtige Aufstiege gefeiert, große Spiele ausgetragen und Generationen von Fans geprägt.
VfB Lübeck: Tradition mit Blick auf die Zukunft
Der VfB Lübeck verbindet eine lange Vereinsgeschichte mit einer klaren regionalen Identität. Seine Wurzeln reichen bis 1919 zurück, während der heutige Verein 1945 gegründet wurde. Diese besondere historische Entwicklung macht den Klub zu einem Beispiel dafür, wie sich ein Fußballverein trotz gesellschaftlicher und sportlicher Veränderungen über Generationen hinweg weiterentwickeln kann.
Die Lohmühle bildet dabei das Zentrum dieser Geschichte. Das Stadion wurde seit den 1920er-Jahren mehrfach verändert, an neue Anforderungen angepasst und immer wieder modernisiert. Vom einfachen Sportplatz entwickelte es sich zu einer traditionsreichen Fußballarena, die eng mit dem VfB Lübeck verbunden ist.
Sportliche Höhepunkte wie der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga 1995 gehören ebenso zur Vereinsgeschichte wie schwierige Phasen und notwendige strukturelle Veränderungen. Entscheidend ist, dass die Verbindung zwischen Verein, Stadt, Nachwuchs und Fans erhalten geblieben ist.
Mit seiner Nachwuchsarbeit, der Fußballschule, den Trainingsmöglichkeiten an der Lohmühle und den organisatorischen Strukturen für die Saison 2026/27 verfügt der Verein zugleich über Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung.
Damit steht der VfB Lübeck heute für eine Mischung aus Tradition und Weiterentwicklung. Die Geschichte bleibt ein wichtiger Teil der Identität, doch die Zukunft des Vereins wird ebenso davon abhängen, wie erfolgreich sportliche, wirtschaftliche und organisatorische Aufgaben miteinander verbunden werden. Gerade diese Verbindung macht den Lübecker Fußballverein für seine Fans und für die regionale Fußballlandschaft Schleswig-Holsteins dauerhaft bedeutend.
